Das Pfandsystem als Geldquelle

Eigentlich musste dieser Tag irgendwann kommen…

Ein Mitglied des Chaos Computer Clubs hat sich die Pfandautomaten genauer angeschaut und dabei festgestellt, wie sich die Automaten einfach manipulieren lassen. Dazu müssen nicht einmal Lücken in der Software ausgenutzt werden. Nein. Das Kopieren des Einwegpfand-Logo und des Barcodes reicht schon aus. Einige Automaten schauen in der Praxis weniger genau hin. Die Flaschen wurden trotz abgeklebtem Logo oder Barcode anstandslos akzeptiert. Es sind aber noch weitere Untersuchungen an anderen Automaten notwendig. Aufgrund dieser Entdeckungen scheint es doch sehr fahrlässig zu sein,

dass das Einwegpfand-Logo auf der Webseite der Deutsche Pfandsystem GmbH in sehr hoher Qualität heruntergeladen werden kann. Bei dem Logo handelt es sich um das zentrale Sicherheitsmerkmal, welches nur mit einer speziellen Farbe und von zertifizerten Herstellern gedruckt werden darf.

Bereits im Juni 2007 demonstrierten zwei Berliner Blogger, wie das System überlistet werden kann. Nach eigener Aussage klebten sie einfach einen Etikettenausdruck auf eine pfandfreie Flasche und bekamen die 25 Cent ausgezahlt.

Ein größerer Betrugsversuch nahm im Oktober 2006 sein Ende. Drei Osteuropäer hatten 150.00 neu produzierte PET-Flaschen in einer Halle gelagert. Die Einwegpfand-Logos und Barcodes waren gefälscht. Der Wert: 37.500 €.

Hacker knacken das Pfandsystem